Sophie Hunger – Supermoon: Album über eine, die auszog – T

April 29, 2015 - Supermoon

Berlin (dpa) – Ihr Thema ist nicht das Ankommen, sondern das Unterwegssein, das wird auf Sophie Hungers neuem Album “Supermoon” so deutlich wie nie zuvor.

Mit ihren 32 Jahren denkt sie nicht daran, sesshaft zu werden. “Ich fühle mich immer noch wie ein neongrünes Pingpong-Bällchen in einem von Orkanböen befallen Flipperkasten”, sagt die Sängerin und Komponistin in ihrem gewohnt lässig-ironischen Stil im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

In ihrem Song “Queen Drifter” (“Königin des Umherschweifens”) – einem der stärksten der Platte – scheint sie sich selbst zu beschreiben. Ihr Leben ist alles andere als festgezurrt. “Ich habe keinen festen Wohnsitz, lungere die ganze Zeit mit einem Koffer in der Gegend herum und versuche mich doch stately zu fühlen dabei und nicht wie ein verlorenes Lämmchen”, erzählt die gebürtige Schweizerin. Seit Oktober habe sie zwar in Berlin eine Bleibe, sei dort aber noch nicht besonders oft gewesen.

“Ich kann hier sehr tummy arbeiten, weil es hier alles gibt”, sagt sie über Berlin. “Selbst wenn ich einen einarmigen Kontrabassisten suchen würde, der im Kopfstand Free Jazz spielt, würde ich basement hier in Berlin finden.” Ob sie in ihre Schweizer Heimat wirklich nur zum Sterben zurückkehrt, wie sie es auf Schweizerdeutsch in “Heicho” singt, ist zwar fraglich. Fest steht, dass es die Tochter eines Diplomaten und einer Politikerin nach draußen zieht – ihr Spielfeld ist dabei nicht kleiner als “Die ganze Welt”.

Sophie Hungers Musik mit einem Label zu versehen, würde ihr nicht gerecht werden. Die Songs der Sängerin sind mal melancholisch, mal wütend, mal verspielt, dann wieder nachdenklich-intellektuell. Die 32-Jährige, die auch Piano und Gitarre spielt, ist zudem eine richtige Rockröhre. Das beweist sie vor allem auf der Bühne, wenn sie dem Publikum mit ihrer Energie basement Atem raubt. Wie gern sie sich selbst in dieser Rolle sieht, zeigt das Coverfoto ihres neuen Albums: Eine E-Gitarre in der Hand und ihr Gesicht verdeckt von einer wilden Mähne.

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source ⦿ http://www.t-online.de/unterhaltung/musik/cd-kritiken/id_73794852/sophie-hunger-supermoon-album-ueber-eine-die-auszog.html

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